Mittwoch, 20. Mai 2015

Mittwochs-Tief (mit Schleife obendrauf)

Mein Wort zum Mittwoch lautet „Gähn“. Meine Augen werden von „Dontodent- Brush-Sticks“ am Zuklappen gehindert während ich mir diesen Text aus den Rippen leiere. Vor mir steht der vierte Kaffee des Vormittags. Mäusezähnchen 1 und 2 sind heute nach unserem morgendlichen, lustigen Planschvergnügen („Plansch-" für Drei, „-vergnügen“ für Zwei) schon vor 11.00 Uhr stehend K.O. gegangen und wollten freiwillig ins Bett.

Warum ich nicht die Gunst der Stunde nutze und mich ausruhe? Ich möchte mir was Gutes tun und endlich wieder bisschen für euch weiterschreiben? Nein, klingt so unehrlich. Hm… Vielleicht: Würde ich mich jetzt hinlegen, würde ich NIE WIEDER aufstehen! Ja, schon eher.

Und außerdem  spüren die Mäusezähnchen intuitiv, wenn sich ihre Mama „unbefugt“ tagsüber faul ins Bett legt und schlagen augenblicklich Alarm. Feuerwehr-Sirene 1 und 2 setzen ungefähr 10 Sekunden nach dem Schließen meiner Augen, um ebenfalls ca 10 Sekunden versetzt, nacheinander ein.

Warum die besten Mädchen der Welt heute so früh schon dermaßen erschöpft sind? Nein, das Bad vorhin war nicht zu heiß. „Ich bin doch kein Löli!“ (Sogar mein schwarzer Galgenhumor wandelt sich direkt proportional zum Grad meiner Müdigkeit langsam Richtung Schwyzerdütsch. Aber das ist gut so – schließlich möchte ich meine Mäuse auch noch verstehen, wenn sie mal anfangen zu sprechen und immerhin sind sie im Gegensatz zu mir waschechte Schweizerlein.)

Die Mäusezähnchen sind also an diesem Mittwochvormittag so „nudelfertig“
(da haben wir es wieder), weil sie die halbe Nacht an einer Überraschung für ihren Papa und ihre Mama gebastelt haben. Wahrscheinlich ein nachträgliches Mutter- und Vatertags Geschenk für uns. "Jööh, soo härzig!!!"
Ich hatte ehrlich gesagt so früh noch nicht mit einem Geschenk seitens der Kinder gerechnet. Weder so früh am Morgen, noch so früh im zarten Alter von 2 x 15 Monaten.

Unter dem Vorwand, Probleme beim Schlafen zu haben sind die Mäusezähnchen heute gegen 4.00 Uhr (MZ 1) und gegen 6.00 Uhr (MZ 2) nacheinander zu uns ins Elternbett gewandert.
Obwohl sie wirklich alles daran gesetzt haben, dass die Überraschung gelingt und sie sich partout nichts anmerken lassen wollten, konnte ich ihre Nervosität spüren. Mütter können das!

Vielleicht auch weil ich seit kurz vor 4.00 Uhr eh auch kein Auge mehr zu tun konnte. Ich war mit Händchenhalten, Flasche machen, Windelwechseln, mich totstellen und vielem mehr viel zu sehr beschäftigt, als dass ich hätte nochmal einschlafen können.


Das war natürlich Pech für die Mäusezähnchen, die ja Großes geplant hatten, was sie in meiner „Abwesenheit“ (im Land der Träume) erledigen mussten. Gegen 7.00 Uhr bin ich dann tatsächlich nochmal kurz weggenickt (trotz des Nachtlichtkabels, das mir um den Hals gewickelt wurde und trotz des Knäckebrots, das mir mehrfach ins Auge gestochen ward) und als ich erwachte, war die Überraschung perfekt!
Die Mäusezähnchen hatten liebevoll (schnell und leise wie die Heinzelmännchen) unser ganzes Schlafzimmer mit verschiedenen Geschenkpapierbahnen und Zellophan-Folien ausgelegt. So wunderschön! Wie das größte Geschenk, das ich jemals zu Gesicht bekam! Die Überraschung war total gelungen! Sogar der Crosstrainer (ihr habt mit ihm in meinem letzten Post bereits Bekanntschaft geschlossen) und das Bett waren verziert worden.
Weihnachten, Geburtstag, Ostern – wir hatten alles auf einmal und überall. Eigentlich stand dieser Mittwoch also unter einem guten Stern.

Wäre da bloß nicht dieses ewige „Gäääähn“…